Bei dieser Möglichkeit der Bewegungswahrnehmung steht eine Veränderung des Körperbewusstseins zentral. Bei der Interaktion zwischen pflegender und eingeschränkt bewegungsfähiger Person geht es in der Mobilisation um die optimale Koordination von Bewegung. Im Mittelpunkt der Kinästhetik stehen anregende Impulse, die aktive Bewegung des Menschen herausfordern.
Es werden kein Tricks und Kniffe vermittelt, sondern Pflegende und Patienten erarbeiten gemeinsam auf kreative Weise therapeutische Bewegungen.
Ein Prinzip der Kinästhetik (nach Hatch/Maietta/Schmidt) liegt in der Unterstützung von „Massen“, wenn Fortbewegung initiiert werden soll. „Zwischenräume“ blockieren bedeutet Bewegung einschränken.
Esther Klein-Tarolli hat aus ihren vielfältigen Erfahrungen in der Schweiz z.B. als Kinästhetik-Trainerin ein flexibles Konzept mit Lagerungsmaterialien entwickelt. Die professionell Pflegenden können mit unterschiedlichen Materialien Bewegung kreativ und individuell gestalten und dabei die Motivation des Patienten integrieren. Bei bestehender Mitwirkung des Patienten kann dieser selbst aktiv werden und seine Position verändern. Damit wird ein wesentliches Ziel der prophylaktischen Lagerung erreicht die Dauer der Liegezeit wird vom Patienten selbstständig verändert. Diese Eigenaktivität und damit auch die Bewegungswahrnehmung wird durch die Lagerungshilfsmittel nach Klein optimal gefördert.
Unterstützung der Kinästhetik durch härtere Lagerungskissen, die individuell anmodellierbar sind. Das Material unterstützt eine Eigenbewegung durch Bewusstwerden des eigenen Körpers.